Kurzantwort: Homarr, Dashy und Heimdall sind kostenlose Open-Source-Dashboards für self-gehostete Dienste. Homarr (v1.75.0) überzeugt mit über 40 Integrationen und Drag-and-Drop ohne YAML, Dashy (v4.5.0, rund 26'200 GitHub-Stars) mit Status-Monitoring per HTTP und Ping, Heimdall (v2.8.2) als simpelster App-Launcher. Alle drei laufen auf einem VPS ab rund 5 CHF pro Monat.
Geeignet für: Schweizer KMU mit 5–50 Mitarbeitenden, die self-gehostete Tools wie Nextcloud, n8n, NocoDB oder InvoiceNinja zentral und sicher verwalten wollen.
Wir helfen Schweizer KMUs dabei, Synara aus St. Gallen plant, installiert und absichert dein Self-Hosting-Dashboard inklusive Docker-Setup, Authentifizierung und revDSG-konformer Konfiguration – gehostet in der Schweiz.
Homarr vs Heimdall vs Dashy: Self-Hosting-Dashboard im Vergleich
Zwölf Dienste, ebenso viele Ports und drei Server: Wer im KMU Nextcloud, n8n, NocoDB und InvoiceNinja selbst hostet, kennt das Problem – irgendwann verliert man den Überblick, welche Anwendung wo läuft und ob sie überhaupt erreichbar ist. Genau hier kommt ein Self-Hosting-Dashboard ins Spiel: eine zentrale Startseite, die alle deine Dienste anzeigt, deren Status überwacht und jeden Server mit einem Klick erreichbar macht. Wir vergleichen die drei beliebtesten Open-Source-Lösungen Homarr, Heimdall und Dashy – mit aktuellen Zahlen von August 2026, echten Kosten und einer klaren Empfehlung für dein Schweizer KMU.

Was ist ein Self-Hosting-Dashboard – und warum braucht dein KMU eines?
Ein Self-Hosting-Dashboard ist die Schaltzentrale über deine selbst betriebenen Server-Dienste. Statt URLs, Portnummern und IP-Adressen zu merken oder in chaotischen Lesezeichenordnern zu wühlen, siehst du auf einen Blick: Welche Anwendungen laufen? Ist der Nextcloud-Server erreichbar? Wann hat n8n zuletzt geantwortet? Das Dashboard ist damit zugleich Startseite, Sprungbrett und Monitor für deine gesamte Self-Hosting-Landschaft.
Für ein KMU erfüllt ein Dashboard drei konkrete Aufgaben: Erstens Übersicht – alle Tools wie Wiki, Aufgabenverwaltung und Buchhaltung an einem Ort. Zweitens Orientierung – neue Mitarbeitende finden sich sofort zurecht, weil jede Anwendung sichtbar und benannt ist. Drittens Kontrolle – Statusanzeigen verraten früh, wenn ein Dienst ausgefallen ist, noch bevor die erste Beschwerde im Support landet. Und weil alle drei Kandidaten in diesem Vergleich Open Source sind, kostet die Software selbst: 0 CHF, ohne User-Lizenzen, ohne Abo-Falle.
Was kann Homarr – und für wen lohnt es sich?
Homarr ist der modernste der drei Kandidaten und entwickelt sich am schnellsten weiter: Stand August 2026 ist Version 1.75.0 aktuell, veröffentlicht am 14. August 2026 – das Projekt wird praktisch wöchentlich verbessert. Wichtig zu wissen für deine Planung: Homarr ist umgezogen. Das ursprüngliche Repository unter dem Gründer ajnart mit über 7'200 Stars wurde archiviert, die Entwicklung läuft neu unter der Organisation homarr-labs. Wer Homarr heute installiert, nutzt deshalb das offizielle Image ghcr.io/homarr-labs/homarr.
Das Markenzeichen von Homarr ist die Bedienung: Du konfigurierst alles per Drag-and-Drop direkt im Browser. Es gibt keine YAML-Dateien und keine Config-Syntax zu lernen – Kacheln ziehen, Apps zuordnen, fertig. Das macht Homarr besonders attraktiv für Teams ohne dedizierte IT-Abteilung, denn jede Person mit Dashboard-Zugriff kann die Startseite pflegen.
- Konfiguration: komplett per Drag-and-Drop im Browser – kein YAML, keine Config-Dateien, kein Terminal nötig
- Über 40 Integrationen: Docker-Container erscheinen automatisch, App-Integrationen liefern Live-Daten direkt auf die Kachel
- Über 20'000 eingebaute Icons: Logos für Nextcloud, n8n, NocoDB, Vikunja und Co. sind von Anfang an dabei
- Authentifizierung eingebaut: Benutzer- und Gruppenverwaltung ohne zusätzliche Tools – wichtig, wenn mehrere Personen Zugriff haben
- Lizenz: Apache 2.0 – kommerzielle Nutzung im KMU ist komplett frei und rechtlich abgesichert
Was zeichnet Dashy aus?
Dashy ist mit rund 26'200 GitHub-Stars (Stand August 2026) der Community-Favorit unter den drei Tools; das Docker-Image wurde bereits über 18 Millionen Mal abgerufen. Die aktuelle Version 4.5.0 vom 26. Juli 2026 brachte unter anderem einen Drag-and-Drop-Editor für den Layout-Editor nach – Dashy schliesst damit die grösste Lücke zu Homarr. Das Besondere an Dashy ist die Kombination aus textbasierter Konfiguration und starkem Monitoring.
Dashy prüft den Status jeder Anwendung auf zwei Wegen: per HTTP-Request mit Auswertung des Statuscodes und per echtem ICMP-Ping auf Host-Ebene. Beim Überfahren einer Kachel mit der Maus siehst du Antwortzeit und Statuscode. Für ein KMU, das auf die Erreichbarkeit seiner Tools angewiesen ist, ist das ein echter Betriebsvorteil – du erkennst einen hängenden Dienst, bevor er zum Problem wird.
- Status-Monitoring: HTTP-Statuscode und echter ICMP-Ping pro App, Antwortzeit im Hover – ohne Zusatz-Tools
- Konfiguration: eine einzige YAML-Datei, optional auch im UI-Editor – ideal für Versionierung im Git-Repository
- Authentifizierung optional: Mehrbenutzer-Zugang, fein granulare Rechte und SSO-Support eingebaut
- Mehrsprachigkeit: über zehn Sprachen inklusive Deutsch, Spracherkennung gleich beim ersten Aufruf
- Ressourcenbedarf: rund 1 GB RAM genügt – Dashy läuft problemlos neben anderen Diensten auf demselben VPS
- Extras: Multi-Page-Support, Workspace-View und verschlüsseltes Cloud-Backup der Konfiguration als Option
Wann ist Heimdall die richtige Wahl?
Heimdall, gepflegt vom bekannten LinuxServer-Team, ist der älteste und genügsamste Kandidat. Die aktuelle Version 2.8.2 erschien am 12. August 2026 – im aktuellen Release wurde unter anderem die deutsche Übersetzung aktualisiert. Das Docker-Image wurde über 587 Millionen Mal abgerufen; kaum ein Self-Hosting-Server ist ohne Heimdall gestartet worden. Heimdall macht genau eines, und das gut: saubere Kacheln für deine Anwendungen, sortiert nach Kategorien, blitzschnell geladen.
Über sogenannte Enhanced Apps zeigt Heimdall zu einzelnen Diensten zusätzliche Informationen direkt auf der Kachel an. Ein Status-Monitoring im Umfang von Dashy gibt es dagegen nicht, und eine Mehrbenutzer-Verwaltung ebenfalls nicht – wer mehrere Personen mit unterschiedlichen Rechten braucht, löst das bei Heimdall über einen Reverse Proxy mit Authentifizierung. Dafür ist Heimdall in wenigen Minuten eingerichtet und läuft als PHP-Anwendung mit minimalem Ressourcenbedarf auch auf bescheidener Hardware. Für den schnellen, unkomplizierten Einstieg ist Heimdall kaum zu schlagen.
Wie schneiden die drei Dashboards im direkten Vergleich ab?
Alle drei Tools erledigen die Kernaufgabe – deine Dienste zentral sichtbar machen – zuverlässig. Die Unterschiede liegen im Detail: bei der Konfiguration, beim Monitoring, beim Benutzermanagement und beim Wartungsaufwand. Diese Übersicht fasst die wichtigsten Kriterien mit dem Stand von August 2026 zusammen.
| Kriterium | Homarr | Dashy | Heimdall |
|---|---|---|---|
| Aktuelle Version | 1.75.0 (14.08.2026) | 4.5.0 (26.07.2026) | 2.8.2 (12.08.2026) |
| Lizenz | Apache 2.0 | MIT | MIT |
| GitHub-Stars | ca. 4'600 | ca. 26'200 | ca. 9'300 |
| Konfiguration | Drag-and-Drop, kein YAML | YAML-Datei + UI-Editor | Weboberfläche, sehr simpel |
| Integrationen | 40+, Docker-Autoerkennung | Widgets + Status-Checks | Kacheln, Enhanced Apps |
| Status-Monitoring | Integriert | HTTP + ICMP-Ping | Nicht eingebaut |
| Authentifizierung | Eingebaut, Gruppen | Optional, Multi-User + SSO | Basis; via Reverse Proxy |
| Deutsche Oberfläche | Ja | Ja, über 10 Sprachen | Ja, 08/2026 aktualisiert |
| Lernkurve | Mittel | Mittel bis hoch | Niedrig |
| Ideal für | Teams mit vielen Diensten | Anspruchsvolles Monitoring | Schnellstart mit wenig Aufwand |
Wie fallen die Kosten gegenüber Cloud-Diensten aus?
Der schönste Aspekt für dein Budget: Alle drei Dashboards kosten 0 CHF an Lizenzgebühren – für beliebig viele Benutzer und ohne zeitliche Begrenzung. Die einzigen realen Kosten sind der Server, auf dem sie laufen, und die einmalige Einrichtung. Ein kleiner VPS mit 2 GB RAM, auf dem ohnehin schon deine anderen Dienste laufen, reicht für jedes der drei Tools problemlos aus – ein eigener Server nur fürs Dashboard ist nie nötig. Rechnest du mit rund 5 CHF im Monat für einen Schweizer VPS, kostet dich das Dashboard effektiv einen Zuschlag von fast null.
Zum Vergleich: Ein einziger Google-Workspace-Arbeitsplatz schlägt mit ab rund 7 CHF pro User und Monat zu Buche, und Monitoring- oder Startseiten-Dienste als SaaS kommen schnell auf zweistellige Monatsbeträge. Das Dashboard ersetzt solche Abos nicht eins zu eins – aber es macht deine Self-Hosting-Investitionen erst richtig nutzbar und zahlt sich damit innerhalb weniger Monate aus. Unser ausführlicher Self-Hosting-Kostenrechner zeigt dir die vollständige Rechnung für deinen Betrieb.
«A modern and easy to use dashboard. 40+ integrations. 20K+ icons built in. Authentication out of the box. No YAML, drag and drop configuration.» – Offizielle Projektbeschreibung von Homarr auf GitHub (Stand August 2026)
Wie sicher sind die Dashboards – und was verlangt der revDSG?
Ein Dashboard listet alle deine internen Dienste auf – genau deshalb ist Absicherung Pflicht, nicht Optional. Die revidierte Datenschutzgrundverordnung (revDSG) ist seit dem 1. September 2023 in Kraft; wer Datenschutzvorschriften verletzt, riskiert gemäss Artikel 61 Busse von bis zu 250'000 CHF. Ein offen im Internet erreichbares Dashboard, das einem Angreifer verrät, welche Dienste wo laufen, ist ein unnötiges Risiko. Mit drei Massnahmen bist du auf der sicheren Seite:
- Authentifizierung aktivieren: Homarr und Dashy bringen Login und Benutzerverwaltung mit; bei Heimdall regelst du den Schutz über einen Reverse Proxy wie Caddy oder Traefik
- HTTPS erzwingen: ein kostenloses Zertifikat von Let's Encrypt verschlüsselt den gesamten Zugriff – ohne Ausnahmen
- Zugriff begrenzen: wo möglich das Dashboard nur intern oder über VPN erreichbar machen – viele KMU betreiben ihre Startseite ausschliesslich im Firmennetzwerk
Der Datenschutz-Vorteil des Self-Hostings bleibt trotzdem bestehen: Alle Konfigurationsdaten, Dienste-Listen und Metadaten bleiben auf deinem eigenen Server – idealerweise bei einem Schweizer Hoster – und wandern nicht in eine US-Cloud. Damit behältst du die Datenhoheit, die der revDSG eigentlich zugrunde liegt. Wenn du parallel noch weitere Self-Hosting-Themen angehst, lohnt sich ein Blick auf unsere Anleitung zu Vaultwarden für sichere Passwörter im Team.
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Wie installierst du dein Dashboard in rund 15 Minuten?
Alle drei Kandidaten sind als Docker-Container verfügbar und in wenigen Minuten betriebsbereit. Die Installation folgt immer demselben Muster – hier der Ablauf am Beispiel eines VPS mit Docker und Docker Compose:
- Docker vorbereiten: Falls noch nicht geschehen, installierst du Docker und Docker Compose auf deinem VPS – unter Debian oder Ubuntu ist das ein Einzeiler.
- Container anlegen: Erstelle eine docker-compose.yml mit dem Image deiner Wahl – ghcr.io/homarr-labs/homarr für Homarr, lissy93/dashy für Dashy oder linuxserver/heimdall für Heimdall – und starte sie mit docker compose up -d.
- HTTPS einrichten: Richte einen Reverse Proxy wie Caddy oder Traefik davor, der automatisch ein Let's-Encrypt-Zertifikat holt, z. B. für dashboard.deinkmu.ch.
- Zugriff absichern: Aktiviere die Authentifizierung im Dashboard oder am Reverse Proxy und lege Benutzerkonten für dein Team an.
- Dienste eintragen: Füge deine Apps hinzu – bei Homarr erscheinen Docker-Container automatisch, bei Dashy pflegst du die YAML-Datei, bei Heimdall legst du Kacheln per Klick an.
- Startseite verteilen: Setze das Dashboard als Browser-Startseite auf den Arbeitsplätzen – oder als neue Tab-Seite über die passende Browser-Erweiterung.
Ein Hinweis zur Wahl des Werkzeugs: Wenn du lieber eine klare Empfehlung willst, nimm Homarr – es ist das Tool mit dem modernsten Bedienkonzept und der aktivsten Entwicklung, und es ist bei Synara selbst Teil des Standard-Stacks für KMU. Dashy ist die richtige Wahl, wenn Monitoring und versionierbare YAML-Konfiguration für dich im Vordergrund stehen. Heimdall genügt völlig, wenn du nur eine saubere, schnelle Link-Übersicht brauchst.
Erwähnenswert für Vollständigkeit: Neben den dreien gibt es mit Glance einen weiteren populären Kandidaten mit über 36'000 GitHub-Stars. Glance ist aber primär ein Feed-Reader-Dashboard für Nachrichten und Foren im Stil einer persönlichen Startseite – für die Verwaltung von KMU-Diensten sind Homarr, Dashy und Heimdall die passenderen Werkzeuge.
Häufige Fragen (FAQ)
Welches Self-Hosting-Dashboard ist am einfachsten einzurichten?
Heimdall. Das Tool verzichtet bewusst auf Komplexität: Container starten, Kacheln anlegen, fertig – damit ist es in wenigen Minuten betriebsbereit. Homarr ist dank Drag-and-Drop aber kaum schwerer und deutlich mächtiger, weshalb wir es für die meisten KMU bevorzugen.
Ist Homarr wirklich kostenlos – auch für Firmen?
Ja. Homarr steht unter der Apache-2.0-Lizenz und darf kostenlos auch kommerziell genutzt werden, für beliebig viele Benutzer. Es gibt keine User-Lizenzen oder Funktionseinschränkungen. Einzige Kosten: der Server (ab rund 5 CHF pro Monat für einen VPS) sowie die einmalige Einrichtung.
Brauche ich für ein Dashboard einen eigenen Server?
Nein, kein eigener physischer Server. Ein kleiner VPS mit 2 GB RAM genügt locker – das Dashboard läuft neben deinen anderen Diensten. Dashy kommt laut Dokumentation mit rund 1 GB RAM aus. Wenn du ohnehin schon Nextcloud, n8n oder NocoDB selbst hostest, ist die nötige Infrastruktur bereits vorhanden.
Wie sicher sind Self-Hosting-Dashboards?
So sicher wie ihre Konfiguration. Wichtig sind drei Punkte: Authentifizierung aktivieren (bei Homarr und Dashy eingebaut), HTTPS per Let's Encrypt erzwingen und den Zugriff nach Möglichkeit auf das interne Netz oder ein VPN beschränken. Ein ungeschütztes Dashboard gehört nie öffentlich ins Internet.
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Dashy und Homarr?
Die Konfigurationsphilosophie: Dashy wird über eine YAML-Datei definiert – ideal für Versionierung und Monitoring mit HTTP- und Ping-Checks. Homarr verzichtet komplett auf Config-Dateien und setzt auf Drag-and-Drop im Browser plus über 40 App-Integrationen. Beide unterstützen seit Sommer 2026 Drag-and-Drop beim Layout.
Ist ein Dashboard unter revDSG überhaupt zulässig?
Ja, selbstverständlich – es ist ja deine eigene Infrastruktur. Der revDSG verlangt seit dem 1. September 2023 angemessenen Datenschutz; Bussen bis 250'000 CHF sind bei Verstössen möglich. Mit aktivierter Authentifizierung, HTTPS und Datenhaltung in der Schweiz liegst du sogar vorteilhafter als bei vielen Cloud-Diensten.
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